Archiv der Kategorie: Verwaltung&Politik

Matthias Beham

Zur Person                       Aus der Amtszeit                                 Bilder

Mathias Beham wurde 1818 als sechstes Kind von Mathias und Anna Beham (Glonn HN 25) geboren. Sein Vater, Malker und Zimmerermeister war von 1821- 1828 Ortsvorsteher von Glonn. Mathias Beham erlernte das Messerschmiedhandwerk und heiratete 1848 Anna Kobelstetter, Erbin des Messerschmied-Anwesens HN 11 (heute Feldkirchener Straße). Die beiden hatten keine Kinder, so dass seine Nichte Elisabeth Beham zur Erbin bestimmt wurde. Mathias Beham starb 1904.

Aus der Amtszeit

1867 hatte Glonn 1367 Einwohner, davon lt.einem Protokoll von 1867 192 stimmfähige Gemeindebürger.
Mathias Beham wurde 1865 zum Ortsvorsteher gewählt, seine Amtzeit endete 1869. Er war der letzte mit dem Titel “Ortsvorsteher”, im Jahr1869 trat eine neue Gemeindeordnung in Kraft, die u.a. die Zuständigkeiten der Landgemeinden und das Wahlrecht reformierte. Das mag auch der Grund für die kurze Amtszeit sein. Einen Hinweis darauf findet sich in den Gemeinderatsprotokollen nicht.  In den Protokollbüchern finden sich für seine Amtszeit 10 Protokolle, die sich überwiegend mit Heimatrechtsverleihung und Verehelichungen beschäftigen. 1867 beschloss die Gemeindeverwaltung eine Feuerspritze anzuschaffen, sowie den Bau eines Feuerhauses. 

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Blick auf Glonn über die Feldkirchener Straße. Links das Messerschmied-Anwesen, das an dieser Stelle bereits seit dem 17.Jhd. bestand. ca. 1911

 

 

 

 

 

 

Die Schleifmühle am Kupferbach wurde auch zwei Generationen später noch betrieben. Josef Seidl mit seinen Töchtern Anna und Maria etwa 1935. Foto: Kulturverein

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Bonifaz Gruber

Zur Person                       Aus der Amtszeit                                     Bilder

Bonifaz Gruber, geb. 1805 war Sattlermeister aus Ebersberg. 1832 heiratete er Anna Wäsler, die Tochter des Wiesmüllers und erwarb das Sattleranwesen in Glonn, HN 1(heute:Prof-Lebsche-Straße1). 1855 verkaufte er das Sattleranwesen an einen Sattlergesellen aus Tölz und ließ sich mit inzwischen 8 Kindern im  Melberanwesen, HN 52, nieder.(heute: Feldkirchner Straße 8/Lebsche Haus). 1871 verkaufte er sein Hauss an den Apotheker Clemens Birzer, wohnte dort aber weiterhin als Privatier. Er starb 1881 in Glonn. Seine Frau Anna starb 1896 in Bad Aibling. 

Aus der Amtszeit

Bonifaz Gruber war von 1857 bis 1866 Ortsvorsteher in Glonn. Ds erste Protokoll mit seiner Unterschrift finden wir 1858, das letzte unterzeichnete er im Feb. 1865.Gleich zu Beginn seiner Amtszeit ließ er die gesamtgemeinde einberufen und über die Einführung eines Mehl- und Fleischaufschlöages abzustimmen. Von 190 stimmberechtigten Bürgern waren 118 anwesend, die mehrheitlich dafür stimmten. Gegenüber dem landgericht, dass diese neue Umlage genehmign musste, begründete man die Abgabe mit den Schulkosten, die aus der Schulkasse schon seit mehreren Jahren nicht mehr gedeckt werden konnten. 

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Erinnerungstafel in der Friedhofsmauer an Bonifaz Gruber 1808-1881

 

 

 

 

 

 

 

 

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Johann Wäsler

Zur Person                        Aus der Amtszeit                                        Bilder 

Aus den Unterschriften einzelner Dokumente geht ein Ortsvorsteher Wäsler hervor, höchstwahscheinlich handelt es sich um Johann Wäsler, Wiesmüller (1819-1895). Johann Wäsler ist der zweitälteste Sohn von Johann Wäsler, Waslmüller und seiner Frau Anna, geb. Kirmair (Kottmühle). Er kauft 1850 die Wiesmühle vom Vorbesitzer Alois Wäsler.

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Aus der Amtszeit

Über eine Wahl von Johann Wäsler gibt es im Archiv keine Unterlagen. 1854 findet sich die Unterschrift “J.Wäsler/Vorsteher” in einem Kassenbuch der Gemeinde, mit einem Beschluß über die Festlegung der Bezüge von Vorsteher und Pfleger. Ab 1856 unterschreibt wieder, wie schon von 1848 bis 1854, Nikolaus Greythanner. Möglicherweise war Greythanner  von 1854 bis 1856 krank oder konnte sein Amt aus anderen Gründen nicht ausüben und wude solange von einem der beiden Wäslers vertreten.

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Aus dem Kassenbuch der Gemeinde 1854 – Festlegung der bezüge von Vorsteher und Pfleger mit der Unterschrift von Johann Wäsler, 30.9.1854

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nikolaus Greithanner – “Weigl” von Ursprung

Zur Person                       Aus der Amtszeit                            Bilder

Nikolaus Greythanner, Weigl von Ursprung”, geboren 1808, heiratete 1841 Ursula Spitzner aus Ursprung, Hoferbin des “Weiglhofs” und wurde so “Weigl von Ursprung”. Auch aus einer zweiten Ehe mit Maria Mayer aus Ginsham gingen keine Kinder hervor, sodass der Hof an den Neffen seiner zweiten Frau überging. Nikolaus Greythanner starb 1878 in Glonn.

Aus der Amtszeit

Nikolaus Weigl war Ortsvorsteher von 1848 bis 1856. Das erste erhaltene Ratsprotokoll der Gemeinde stammt aus dem letzten Jahr seiner Amtszeit. Es ist der Antrag an das kgl. Landgericht Ebersberg eine Schranne (Getreidemarkt) in Glonn einrichten zu dürfen. 

Im August 1857 brannte infolge Blitzschlag der Hof des Pflegers (Kassenführers) Martin Sigl in Reinstorf vollständig ab. Wie die Gemeinde dem kgl. Landgericht Ebersberg mitteilte, wurden dabei auch die Kassenbücher des laufenden Jahres sowie alle dazugehörigen Rechnungen und Belege vernichtet. Das erste erhaltene Protokollbuch beginnt 1856;  ob die davor abgeschlossenen Protokollbücher der Ausschuß- und Gesamtgemeindeversammlungen ebenfalls bei dem Brand verlorengingen, ist nicht klar. Aus der Zeit seit 1848 sind noch einzelne Kassenbücher und Bücher der Armen- und Schulkasse, sowie vereinzelter Schriftverkehr erhalten.

Zu Beginn seiner Amtszeit als Vorsteher wurde mit dem “Gesetz über die Aufhebung der standes- und gutsherrlichen Gerichtsbarkeit”, die letzten Reste der Grundherrschaft durch Klerus und Adel abgeschaft. Die bauern erhielten damit die Eigentumsrechte an ihren Höfen,waren allerdings statt mir grundherrlichen Abgaben mit (ablösbaren) Bodenzinsen belastet. Die niedere Gerichtsbarkeit ging von den Grundherren auf staatliche Behörden über. 

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Ortsvorsteher vor 1848

Ortsvorsteher gab es in den bayerischen Gemeinden seit 1808, davor waren Obmänner mit einigen wenigen Aufgaben der dörflichen Gemeinschaft betraut. Die niedermaier Chronik von 1909 nennt noch einige Vorsteher vor 1848, Hans Obermair hat die in der Niedermair Chronik erwähnten um weitere ergänzt: Nachweise sind oft nur einzelne Unterschriften oder Erwähnungen auf anderen Dokumenten (z.B.Kaufverträgen oder Beschwerden)

Obmann Kranner um 1807
Josef Wenig “Huberbauer”, Glonn um 1810
Sigmund Wagner, Wirt, vor 1821
Mathias Beham, Zimmerermeister, um 1821
Josef Angerer um 1828
Johann Obermair um 1831
Franz Schuster um 1835
Anton Ehscheid, Schmied, Balkham, um 1842
Thomas Grasberger, Kreuz, 1847

 

 

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