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Archiv des Autors: b-kreutzer
Marktschreiber 2024
Der heisse Heiligenschein
von Hans Obermair
erschienen am 16.12.2024 im Lokalteil der Ebersberger Zeitung
Christbaum und Krippe sind untrennbar Bestandteile einer bayerischen Weihnacht.
Beide Traditionen lassen sich auf das 15. beziehungsweise 16. Jahrhundert zurückführen. Der Christbaum, ursprünglich als „Paradiesbaum” bekannt, symbolisiert die Vertreibung aus dem Paradies, während die Krippe als figürliche Darstellung der Weihnachtsgeschichte in der Gegenreformation entstand. Diese Kunstform entwickelte sich, weil viele Menschen weder lesen noch schreiben konnten und die Verkündigung des Wortes allein nicht ausreichte.
Die Krippe basiert auf den Evangelien, wobei ihre bildliche Umsetzung an die jeweilige Hauslandschaft und Region angepasst ist. Man kannte die Geschichte, aber nicht die genaue Örtlichkeit. So entstanden verschiedene Krippen-typen, wie die neapolitanische oder die alpenländische Krippe. Diese Tradition zeigt, wie tief das Weihnachtsgeschehen verinnerlicht wurde. Die Geburt eines Kindes und die Herbergssuche armer Leute waren alltägliche Erleb-nisse, im Gegensatz zu Verurteilung, Kreuzigung und Auferstehung.
In den späten vierziger und frühen fünfziger Jahren bauten wir Buben Krippen, weil uns die Geschichte von unseren Eltern und im Religionsunterricht vermittelt wurde. Mit einfachsten Mitteln konnten wir diese umsetzen, das war einfacher als eine Modelleisenbahn. Unser Werkzeug war meist eine Laubsäge, oft aus „Vorkriegsbeständen”. Die Materialien fanden wir im Wald: Rindenstücke für Dach und Wände des Stalls und Landschaftsteile. Der Untergrund bestand aus Sperrholzresten oder Holz von Zigarrenkistchen. Ein gezeichneter Plan existierte nicht; die Größe des Bauwerks richtete sich nach den verfügbaren Materialien. Alles wurde mit „Papp” aus erhitztem Fichtenpech zusammengefügt, da Nägel rar waren. Papier wurde mit „Mehlpapp” verklebt, einer Mischung aus Weizenmehl und Wasser.
Für das Gelände außerhalb des Stalls sammelten wir Moos und Wurzelteile, die als Bäume dienten, sowie Fels-brocken und Steine für ein ärmliches Umfeld. Die Krippe mit Jesuskind, Maria, Josef, Hirten, Ochs, Esel und Schafen stammte aus den Vorjahren. Neue Attraktionen wie der Kometenstern und das Hirtenfeuer wurden jedes Jahr ergänzt. Der Kometenstern schwebte an einem Draht über dem Stall, das Hirtenfeuer stand im Feld. Beide wurden künstlich beleuchtet, mit Glühbirnen, die an eine Taschenlampenbatterie angeschlossen waren. Ein Schalter existierte nicht; das Ein- und Ausschalten erfolgte durch Anund Abklemmen der Batterie. Unser Taschengeld reichte gerade für Lampen, Fassungen und Draht.
Mir war das nicht genug: Ein beleuchteter Heiligenschein für das Christkind musste her. Ich bastelte eine Wiege mit Fassung und Glühbirndl am Kopfende. Die Wärme der Bir-ne hatte ich unterschätzt: Sie ließ den wächsernen Christkindlkopf anschmelzen, bis ich die Fassung ein Stück zu-rücksetzte. Stolz präsentierte ich meine Erfindung, und die Heiligen Könige Kaspar, Melchior und Balthasar konnten beruhigt auf ihren Auftritt am 6. Januar warten. Das begleitende Kamel verriet, wo das Trio daheim war. Am Lichtmesstag kam das Krippeninventar in die Schachtel, und die Batterie zurück in die Taschenlampe.
Wie bei vielen war mein Bild des Weihnachtsgeschehens mit einer bayerischen Krippe verbunden, die jedes Jahr in Kirchen, Stuben und Schaufenstern zu bewundern sind. Dies änderte sich, als ich ins Heilige Land reiste und Bethlehem sowie die Geburtsgrotte besuchte. Dort, wo das ganze Jahr über „Stille Nacht – Heilige Nacht” passt, nahm ich einen Erinnerungsstein mit. Er wurde Teil meines Kripperls und somit Teil des Heiligen Landes.
Der “Doktormax” und das Attentat

von Hans Obermair
erschienen am 9.7.2024 im Lokalteil der Ebersberger Zeitung
So wie man nicht durch Glonn fahren kann, ohne mit dem Namen Lebsche in Verbindung zu kommen, so trifft das auch auf die Geschichte des Marktfleckens zu. Diese Fmilie mit drei Ehrenbürgern hat aber nicht nur Orts- und Medizingeschihcte geschrieben, siondern auch bayerische. Dass der Glonner Professor Dr.Max Lebsche womöglich auch deutsche – wenn nicht gar Weltgeschichte mit beeinflusst hat, wurde erst vor ein paar Jahren offenbar.
Der Doktormax, wie der Arztsohn genannt wurde, hatte eine steile Arztkariere hinter sich: Als Schüler von ferdinand Sauerbruch hatte er auch dessen Vertrauen, sonst hätte dieser sich nicht geäußert, er würde sich nur von Lebsche operieren lassen. 1930 gründete dieser eine eigenen Klinik. 1936 wurde Lebsche nach einem Parteitribunal aus dem Staatsdienst entlassen. 1939 meldete er sich freiwillig, um Verwundeten zu helfen und wurde Chefarzt des Militärstandortlazarettes München. Das war wohl der Ort, an dem Lebsche, nicht nur über 1000 „Einhändern” mit der von ihm weiter entwickelte „Sauerbruchhand” eine weitere berufliche Tätigkeit ermöglichte, sondern auch Tausenden Kriegsverwundeten das überleben. Seine ärztliche Kunst schützte ihn möglicherweise vor KZ oder Tod.
Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg war Berufsoffizier und zunächst auch Anhänger der Nazi-Ideologie. Nicht nur Stalingrad, sondern auch sein eigener Einsatz in Nordafrika, von dem er schwere Verwundungen davon trug, brachte ihn, zu-mindest gedanklich, zum Widerstand. Nach seinem Münchner Klinikaufenthalt kam er nach Berlin, um sich dann auch dem aktiven Widerstand anzuschließen.
Veranlasst durch Peter Sauerbruchs (Sohn von Prof. Sauerbruch) kam der in Afrika schwer verwundete Stauffenberg am 21.4.43 in das Münchner Standortlazarett zu Lebsche, um von diesem wegen einer Handprothese operiert zu werden. Die Operation wurde wegen Komplikationen verschoben, so war Stauffenberg noch bis September in München.
Dass er sich in München nach der „Weißen Rose” erkundigte und sich mit Lebsche über eine Nachkriegslösung unterhielt, so berichtet es Nina Gräfin von Stauffenberg, legt nahe, dass man auch über den Widerstand sprach. Stauffenberg war dann ab 1.10.1943 in Berlin Chef eines Stabes unter General Olbrich, einem führenden Hitler-gegner.
Ob Lebsche Stauffenberg wegen des Attentats vom 20.7.1944 positiv beeinflusst hat, ist nicht genau bekannt. Es darf aber als sicher angenommen werden, dass sich Leb-sehe nicht für Hitler ausgesprochen hat, sondern gegen ihn. Wenn schon über die ,,Weiße Rose” und eine Nachkriegslösung gesprochen wurde, dann ist anzunehmen, dass auch eine Beseitigung des schrecklichen Gewaltherrschers als Lösung im Raum stand.
Als Glonn große Sprünge machte

von Hans Obermair
erschienen am12.11.2024 im Lokalteil der Ebersberger Zeitung
Veränderung in Natur und Leben vollzieht sich oft in Schüben. Also Ereignissen, die Grundsätzliches oder eine Richtung ruckartig beeinflussen. Die Gemeinde Glonn hat im laufe ihrer Geschichte mehrere derart prä-gende Entwicklungsschritte erlebt, die als Quantensprün-ge betrachtet werden können. Wenn auch die Entstehung keiner war, denn eine richtige Gründungsurkunde gibt es nicht. Und auch die Landschaft wurde durch den lnngletscher und die Jahrtausende geformt.
Die erste Erwähnung Glonns von 774 bezieht sich lediglich auf den Fluss und nicht auf den heutigen Ort. Ob die ersten Siedler ein Aha-Erlebnis hatten, um dauerhaft zu bleiben, ist fraglich. Es war wohl ein Kommen und Gehen, bis die Kelten den Fluss Clana nannten und dem Ort einen Namen gaben. Doch auch das ist nicht einzigartig, da es mehrere Clanas gibt. Die Römer könnten durch den Ausbau ihrer Verkehrswege den Raum bekannter gemacht haben. Steine und Lehm begünstigten den Straßenbau. Römerplätze wie Helfendorf und Oberseeon gibt es ja heute noch.
Mit der bedingten Schenkung von 774 wird der Bau einer Kirche in Georgenberg in Verbindung gebracht. Das Christentum brauchte solche Mittelpunkte, und Schenkungen stärkten die Verbindung zu Bistum und Bischof. Die Taufe war damals ein Untertauchen in fließendes Wasser, was in der Glonn auf jeden Fall, vielleicht auch beim Quellaustritt bei Georgenberg möglich war. Gräber belegen dort eine frühe Besiedlung. Ab 821 werden Priester in Glonn erwähnt, was auf eine Kirche schließen lässt. Diese Kirche war der Auslöser für Glonns zentrale Rolle und somit ein Quantensprung. 1315 wird Glonn als Pfarr- und Dekanatsort erwähnt, was die Bedeutung unterstreicht. Vor 1560 gab es in Glonn zudem bereits eine Schule.
Die Burg oder Schloss Zinneberg, 1235 erwähnt, war ein weiterer Pfeiler der Ortsentwicklung, erbaut aus Glonner Tuffstein. Sie war Arbeitgeber, Kunde und Sitz eines Ge-richts. Der Tuffstein war auch wichtig für den Bau und die Mühlsteine der Glonner Mühlen, die Kunden aus München anzogen, von denen nicht nur die Müller profitier-ten: 1857 hatten 53 von 54 Glonner Anwesen ein Gewer-be.
Glonn war Verwaltungseinheit und wurde um 1808/1818 Mittelpunkt der neuen Gemeinde. Die 1768 erbaute Kirche, eigentlich für die Seelenzahl damals noch viel zu groß, bezeugte die Entwicklung. Die Säkularisation 1803 traf nur Filialkirchen und arrondierte die Pfarrei.
Die Reichsgründung 1871, das Gewerberecht und die Währungsumstellung auf Mark legten den Grundstein für die Gründerzeit. Die Bauernbefreiung und verbesserte Anbaumethoden führten zu einem Bauboom. Die Bahn erreichte 1857 Westerham und 1872 Grafing, aber nicht Glonn. Erst 1894 kam der Anschluss, was den Erholungssuchenden nach Glonn brachte. 1901 erhielt Glonn das Marktrecht, ein weiterer Quantensprung. 1928 wurden Schlacht, Reinstorf und Kreuz nach Glonn umgepfarrt.
1632 war Glonn Schlachtort und wurde fast völlig zerstört, beklagte an die 30 Gefallene. Die Pest forderte weitere Opfer. Der Wiederaufbau zeugte vom Überlebenswillen. Der Spanische Erbfolgekrieg brachte Besetzungen und Re-krutierungen. 1870 starben fünf Glonner im Krieg mit Frankreich, 1914/18 waren es 65. Die Arbeitslosigkeit, Hungersnot und Inflation nach dem Ersten Weltkrieg schadeten der Gemeinde. Der Zweite Weltkrieg forderte 91 Opfer. Diese Kriege waren negative Quantensprünge.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Ausgebombte aus München aufgenommen. Heimatvertriebene kamen hinzu. Trotz der Schwierigkeiten wurde angepackt und ein Wirtschaftswunder geschaffen.
Die Nachkriegsentwicklung der Marktgemeinde ist einzigartig. Probleme wie Wasser, Abwasser, Bauentwicklung und Verkehr wurden angegangen. Die Verwaltungsreform 1978 führte zur Verwaltungsgemeinschaft mit Bruck, Moosach, Baiern, Oberpframmern und Egmating, für alle sechs Gemeinden ein großer Schritt. Das erste Dorffest 1992 war ein gesellschaftlicher Quantensprung.
Das verhaltene Wachstum Glonns erleichterte wohl die Integration von Neubürgern. Das Vereinsleben ist ein gelungenes Beispiel dafür. Für viele Neu-Glonner bedeutete ih-re Ansiedlung hier sicherlich einen persönlichen Quantensprung. Zukünftige Quantensprünge werden nicht ausbleiben. Ein solcher könnte eine umweltschonende Umfahrung sein.
Von Pfarrhäusern zu Schulhäusern

von Hans Obermair
erschienen am 28.9.2024 im Lokalteil der Ebersberger Zeitung
In den frühen Tagen der Bildung in Glonn waren die Elternhäuser die ersten „Schulhäuser“. Dort wurde zwar nicht Lesen, Schreiben und Rechnen gelehrt, da die Eltern selbst oft keine formale Bildung hatten, jedoch wurden grundlegende Überlebensfähigkeiten und religiöse Erziehung vermittelt. Wer darüberhinaus Bildung sucht, musste sich Kloster-oder Pfarrschulen anvertrauen. Bei der Überlasung der pfarrer übernahmen Katecheten mit anderen berufen, wie mesner oder Handwerker, den Unterricht. Der Schulbetrieb fand meist in Kirchen oder Pfarrhäusern statt. Da es keine Schulpflicht gab, waren es meist Kinder bildungsbewußter Eltern, die diese Schulen besuchten. Der Religionsunterricht hingegen war verpflichtend, wodurch die Pfarrer Kontakt zu den Kindern hatten und talentierte Schüler fördern konnten. Neben diesen Schulen boten auch Eremiten, die zurückgezogen lebten, Unterricht an.
Ein erstes eigenes Schulhaus in Glonn könnte schon vor dem Dreißigjährigen krieg existiert haben. Die erste Erwähnung einer Schule stammt aus dem Jahr 1560. Pfarrer Amann berichtete 1810 von einem Schulhausbau nach dem Schweden krieg, das aus den Steinen abgebrannter Häuser errichtet wurde. Die Schweden waren 1632 in Glonn, wobei fast alle Gebäude niederbrannten. Möglicherweise war eine Schule darunter. Pfarrer Johann Schmalzmair, der von 1634 bis 1644 in Glonn tätig war, könnte das Schulhaus wieder aufgebaut oder erstmals errichtet haben. 1666 wurde es als “Katzmayrhäusl” bekannt, benannt nach einem Lehrer, der 1642 verstarb, was darauf hinweist, dass das Gebäude bereits 1642 existierte.
Das Schulhaus stand vermutlich auf einem Grundstück, das zum Pfarrhof gehörte. Lehrer Knöpferl erwähnte 1793, dass er dort wohnte und unterrichtete. Der Ortsplan von 1810 zeigt, dass das Schulhaus vor dem heutigen Kaufhaus Obermaier stand. In einem Bericht von 1801 wurde die Schule als „Schulhütte” beschrieben, die für einen Schmierbrenner zu schlecht und unbequem sei. Forderungen nach einer Erweiterung oder einem Neubau wurden immer lauter, besonders weil die Witwe des Lehrers Knöpferl ebenfalls dort wohnte. Reparaturen wurden 1802 durchgeführt, jedoch blieb das Schulhaus unzureichend.
Mit der Einführung der Schulpflicht 1802 wurde die Erweiterung des Schulhauses dringlich. Ein Neubau schien jedoch aufgrund fehlender Handwerker und finanzieller Mittel schwer realisierbar. Kooperator Waltl schlug einen Neubau an einem ruhigeren Ort vor, da das alte Schulhaus an einem belebten Platz stand. Sein Finanzierungsplan umfasste Reparaturgelder, den Verkauf des alten Schulhauses und Beiträge von umliegenden Gemeinden. Trotz der Anerkennung durch das Landgericht verzögerten sich die Bauarbeiten.
Die baurechtlichen Anforderungen wurden 1803 festgelegt, darunter eine ruhige Lage und ausreichende Belüftung. Ein geeignetes Grundstück zu finden, blieb jedoch eine Herausforderung. Pfarrer Frank bot zwei Plätze an, die jedoch nicht überzeugten. Ein Neubau auf dem „Furthmüllerpoint” wurde favorisiert, aber nicht realisiert. Nach Franks Tod 1803 übernahm Pfarrer Benno Amann, der die Grundstücksfrage erneut stellte. Ein Erweiterungsplan von 1804 sah eine Vergrößerung des alten Schulhauses vor, jedoch blieb der Neubau auf der „Furthmüllerpoint” bevorzugt.
Bis 1810 geschah wenig. Pfarrer Amann appellierte an den König, da das Schulhaus mehr einem Kerker als einer Schule glich. Die politische Gemeinde, seit 1808 existie-rend, war verarmt. Ein neuer Plan von Meister Vorherr aus München wurde erstellt, aber Amann verstarb 1810. Sein Nachfolger, Pfarrer Moser, begann schließlich den Bau auf Pfarrgrund, der jedoch unvollendet blieb. In einem Schreiben von 1814 wurde berichtet, dass Moser „bei Nacht und Nebel” nach Tirol abgezogen war, jedoch hinterließ er Glonn eine neue Schule, die bis 1838 genutzt wurde.
Als die Glonner Kirchen schwanden

von Hans Obermair
erschienen am 29.10.2024 im Lokalteil der Ebersberger Zeitung
Die Säkularisation veränderte die kirchliche Landschaft in der Gemeinde grundlegend.
In der Gemeinde Glonn und ihrer Umgebung reihen sich sechs Filialkirchen wie ein Kranz um die zentrale Pfarrkirche: Schlacht, Adling, Haslach, Kreuz, Frauenreuth und Münster. Diese Kirchen sind Zeugen einer langen Ge-schichte, die bis in die Säkularisation zurückreicht. Neben diesen Filialkirchen gibt es auch die Kirchen in Zinneberg, im Marienheim und in Georgenberg, die kirchenrechtlich keine Filialen, sondern Eigenkirchen sind. Während die Kirchen in Zinneberg und im Marienheim neueren Datums sind, haben die anderen eine Säkularisationsgeschichte, die geprägt ist von Abrissen und Umstrukturierungen. Die Kirchen von Steinhausen, Doblberg und Sonnenhausen fielen der Säkularisation zum Opfer und wurden „demoliert“.
Die Säkularisation war ein Prozess, der die uralten Strukturen und Institutionen der katholischen Kirche, wie Pfarreien, Kirchen und Klöster, im Zuge der Aufklärung politisch hinterfragte. Besonders im alten „Baiern“ wurden die Eigentumsverhältnisse der Klöster und Pfarreien kritisch betrachtet. Diese besaßen oft große Anwesen oder Grundstücke, die als „Obereigentum“ gegen Abgaben an „Untereigentümer” verliehen wurden. Der Reichsdeputationshauptschluss übertrug viele geistliche Besitzstände an den Staat, mit Genehmigung des Papstes und ohne großen Nachteil für die Kirche. Die Einführung der Kirchensteuer schuf einen Ausgleich.
In der Gemeinde Glonn hatte die Säkularisation weitreichende Auswirkungen. Die Kirche von Steinhausen, die dem Heiligen Nikolaus geweiht war und 1416 erstmals erwähnt wurde, war eine Eigenkirche der Herren von Steinhausen. Die Kirche maß gut 12 mal 5 Meter und wurde 1812 abgerissen. Trotz Bemühungen der Bevölkerung, das Gotteshaus zu retten, wurde das Inventar der Kirche zu einem guten Preis versteigert. Der Rohbau ging an einen Zimmermann, der das Material weiterverwendete.
Auch die Kirche in Schlacht wurde als entbehrlich eingestuft. 1807 zur Versteigerung angeboten, blieb sie jedoch bestehen, da nur Einrichtungsgegenstände verkauft wurden. 1813 wurde erneut die „Demolation“ verfügt, doch das Grundstück wurde von einem Finanzdirektor gekauft, der ein „Bethaus” errichten durfte. Dies rettete zumindest den Altarraum, und die Kirche ist heute noch ein Teil der Gemeinde.
Die Kirche in Kreuz, mit ihrer Weiheurkunde von 1268 und einer Wallfahrtstradition, wurde ebenfalls als entbehrlich angesehen. Trotz der Bedeutung der Kirche, die auch einen Friedhof besaß, wurde ihre Demolierung in Betracht gezogen. Die Kreuzer setzten sich jedoch erfolgreich für den Erhalt ihrer Kirche ein und boten sogar finanzielle Unterstützung für den Bau einer Schule in Glonn an. Dies führte zur Gründung einer eigenen Pfarrei, was die Kirche vor dem Abriss bewahrte.
Die Kirche von Doblberg, die bereits 1418 als Glonner Filiale erwähnt wurde, wurde ebenfalls abgerissen. Die Kirche war sehr baufällig, und 1807 wurde der Abbruch beschlossen. Die besondere Tragik des Abrisses: der Tod der beiden Mesnerbrüder Johann und Josef Feichtner, die dabei ums Leben kamen.
Die Kirche in Adling, die dem Heiligen Lampert geweiht ist, konnte durch das Engagement der Gemeinde gerettet werden. Trotz der Einstufung als „entbehrlich” bot die Gemeinde 170 Gulden für den Erhalt der Kirche und übernahm die Baulast. Dies führte dazu, dass die Kirche bis heute erhalten blieb. Die St. Ulrichskirche in Sonnenhausen überstand die Säkularisation nicht. Der Ort bestand nur aus einem Anwesen, und die Kirche wurde als entbehrlich angesehen. Sie wurde abgerissen, während die Schlosskapelle in Zinneberg als Hauskirche bestehen blieb.
Auch die Kirche in Georgenberg, die als „Urkirche” der Pfarrei gilt, wurde als entbehrlich eingestuft. Die Bauern in Georgenberg kauften die Kirche für 140 Gulden und bewahrten sie so vor dem Abriss.
Die gotische Kirche in Haslach, bekannt für ihre wertvolle Ausstattung, wurde ebenfalls als entbehrlich betrachtet. Pfarrer Amann argumentierte jedoch, dass die Kirche eine „Sepultur“ habe, was sie vor dem Abriss schützte. Vermutlich bezog sich der Pfarrer auf Gräber aus dem 30-jährigen Krieg, die als Beweis für die Bedeutung der Kirche dienten.
Die Kirchen in Glonn, Münster und Frauenreuth blieben von der Säkularisation unberührt, da ihre Friedhöfe weiterhin genutzt wurden. Die Säkularisation war zweifellos ein einschneidendes Ereignis für die kirchliche Landschaft in Glonn. Sie legte einerseits den Grundstein für die Bauernbefreiung von 1848, führte aber auch zur Vernichtung vieler wertvoller Kunstgegenstände und historischer Dokumente.
Glonns frühe Schule und ihre Lehrer

von Hans Obermair
erschienen am 31.8.2024 im Lokalteil der Ebersberger Zeitung

Dr.Heinrich Held, gestorben 1953 in Glonn, war der Pionier der Bayerischen Schulgeschichte Foto:©Hans Obermair
Der Verfasser der dreibändigen „Altbayerischen Volkserziehung und Volksschule“, Dr.Heinrich Held, 1953 in Glonn verstorben, schreibt, dass mit der „Römischen Welt“ wohl auch manche „pädagogi“, heidnische und christliche Hauslehrer, gekommen seien. Demnach habe es damals keinen Schulbetrieb im heutigen Sinne gegeben. Schule war also nur privat. Erst im Zuge der Christianisierung und der Gründung von Klöstern dürfte bei uns die Institution Schule entstanden sein. In den Klöstern sicher vorrangig zur Ausbildung des Ordensnachwuchses.
Dass die Klöster mit ihren Schulen auch ins Umland wirkten, war und ist ja auch deren Aufgabe. Der Benediktinerorden leistete hier Pionierdienste. Auch der damalige bayerische Staat, unter Herzog Tassilo 111, erkannte Schulen als notwendig und so entstand im Jahr 770 oder 772 anlässlich der Synode in Neuching (LK Erding) das erste Schulgesetz im heutigen Deutschland. Mit Franz von Assisi bildete sich ein neues Mönchstum. Der Lebensunterhalt dieser Mönche war nicht durch die Wirtschaft eines Klosters getragen, sondern durch Almosen. Daher gab es Wandermönche. Unter anderem war ihre stiftungsmäßige Aufgabe die Unterrichtung der Fächer Religion, Lesen und Schreiben. So wurde auch dort, wo es keine Schule gab, Einzel- oder Gruppenunterricht gegeben. Wenn dann Jahrhunderte später der Tegernseer Benediktinermönch P. Heinrich Braun mit seiner Bildungs- und Schulreform in die Aufklärung hinein wirkt, kennzeichnet das auch, wer über alle die Jahrhunderte hindurch maßgeblich unser Schulwesen getragen hat Klöster und Pfarreien. 1802 wird unter Kurfürst Max IV, die allgemeine Schulpflicht für 6-12-jährige eingeführt. Wohlgemerkt noch im Alten Baiern, das im Wesentlichen nur aus Oberbaiern, Niederbaiern und der Oberpfalz bestand. Mag sein, dass dieses 1802 auch der kommenden Säkularisation Vorschub leis-tete, weil abzubrechende Kirchen und Kapellen ja auch Baumaterial für fehlende Schulen sein konnten.
Lehrkräfte wechseln sehr häufig
Für die Glonner Schulgeschichte können wir wieder auf Heinrich Held verweisen: Im Visitationsprotokoll von 1560 heißt es: „Hat diser khain schuel, Ist in bei weilen ainer von der gemain und Kindern erhalten worden. Hatt seiheer offt ainen Schuelmaister ghabt aber nit lange ist von der gmain vnd khindern erhallten worden hat aber diser Zeit khaine.“ Damit wird gesagt, dass Glonn schon vor 1560 eine Schule hatte, aber keinen Lehrer. Ein Schulhaus war mit Sicherheit nicht vorhanden. Diese Situation ist für die damalige Zeit nicht ungewöhnlich.
Der häufige Lehrerwechsel wird wohl mit der Existenzfrage der damaligen Lehrer im Zusammenhang stehen, obwohl die Größe der Pfarrei 1560 mit rund 800 „Kommuni-kanten” angegeben ist. Ein nächstes Glonner Schuldokument finden wir im Sterberegister von 1642 über den Tod „Cantor et Ludimagister” (Organist und Lehrer) Balthasar Kazmair. Der Schulbetrieb kostete. Und so war dessen Existenz immer auch eine Finanzierungsfrage. So ist es ein „warmer Regen” für die Schule, als die Glonner Wirtin Magdalena Zächerlin durch Testament 1648 ihr Drittel am Zehent von vier Münsterer Anwesen dem jeweiligen Lehrer oder Organisten in Glonn vermachte. Damit ist ein Basiseinkommen für einen Glonner Lehrer auf über 150 Jahre gesichert, denn dieser Zehent ist noch im Jahre 1803 Teil des Lehrereinkommens. Für das Jahr 1803 sind dar-aus 40 Gulden veranschlagt. Diese Schenkung könnte der Dank dafür sein, dass Magdalena Zächerlin und ihr Ehemann 1636 dem Pesttod entkommen sind. Von diesem Ereignis berichtet uns Pfarrer Schmalzmair. Aber auch die Glonner Allerseelenbruderschaft übernahm für ein Jahrhundert das Gehalt eines Hilfslehrers.
Dass nicht nur die Glonner Lehrer „arme Hunde” waren, kann damit zusammenhängen, dass sie im Sinne der Bevölkerung nicht „produktiv“ waren, also nichts erzeugten. Der obligate Organistendienst in der Pfarrei war daher ein Zubrot. Hier ein paar Beispiele: So diente Lehrer Knöpferl von 1766 bis 1795 insgesamt unter vier Pfarrern, deren Aufgabe auch die Schulinspektion war. Bei seiner Einstellung wurde er vom Pfarrer als Cantor, Organist und Lehrer „examiniert“. Als er 1795 verstirbt, hat seine Witwe die Schule weiter gehalten.
Scheinbar ohne Erfolg, denn wie es heißt „Die größeren aber, welche schreiben lernen wollten, sind ausgeblieben“. Nachfolger war, wohl zunächst als Aushilfe, Simon Sehretter. Er kann auch „Orgelschlagen und Singen“. Sehretter ist ledig. Den Mesnerdienst könne man ihn nicht anvertrauen, weil er „unbemittelt“ ist, wegen der Gerätschaften. Wir sind in der Zeit der Aufklärung. So hat er den „lluminateneid“ abzulegen, also dass er kein Aufklärer sei. Es bleibt bei der Aushilfe, fest angestellt wird er nicht..
Heftige Vorwürfe gegen den Lehrer
Auch Lorenz Bäck hat sich 1796 um die Glonner Stelle beworben und ist dem Sehretter unterlegen. Jetzt ist er drangekommen. Bis 1817 ist er in Glonn, obwohl er bei der Behörde „angeschwärzt“ wird: Er verderbe die Kinder aus Unwissenheit und Eigensinn. Auch heimtückisch sei er. Der Schulbesuch ginge zurück. Eventuell auch wegen der neuen Schulpflicht und dem Schulgeld. Er „verführe“ die Kinder. Als Beispiel wird angeführt, dass statt der Vorschrift „Mit Gott fang an, mit Gott hör auf“ werde gesagt „Mit dem Teufel fang an…”. Außerdem beklagt er sich, dass er im „Zölibat“ lebe, er müsse selber kochen, denn im Wirtshaus bräuchte er doppeltes Geld. So berichtet es Cooperator Waltl ans Landgericht.
Sein neuer Vorgesetzter, Pfarrer Amann, bewertet das Ansuchen von Bäck auf Heirat positiv. Es sei eben „anständiger“ wenn er verheiratet wäre. Er steht im 40. Lebensjahr und die Braut vermutlich einiges jünger, lasse aber befürchten „wenn er aber sterbe, würden Frau und Kinder einander zur Last fallen.“ Der Gegenstand seiner Verehelichung” (Braut) sei zwar nicht vermögend, aber sie sei eine „nähend, spinnend, strickend und anderes weibliches” sehr geschulte Person und könne ihn als Lehrerin in der Industrieschule (Handarbeit für Mädchen) an die Hand gehen. Auch die Gemeinde sieht die Heirat positiv. Allerdings mit der Einschränkung, dass diese gegebenenfalls nicht für die Witwe aufkommen könne. Von höherer Stelle kommt aber ein „nein“, weil die Gemeinde sich weigert, gegebenenfalls für Witwe und Waisen zu sorgen zu müssen. Böck bleibt ledig.
1808 beschwert sich Sebastian Schwarz aus Adling über den Lehrer: ,“Der Schullehrer in Adling bedient sich für seine Schulkinder eines Riemens mit Knöpfen und schlägt mit solchem selbe meistentheils auf den Kopf, welches sehr schädlich und gefährlich ist. Den kleinen Knaben von sieben Jahren schlug er mit diesem Riemen so lange auf den Kopf, dass er einige Zeit ganz wahnsinnig war.”
Er schickt seinen Knaben nun in die Schule nach Altenburg, müsse aber trotzdem das Schulgeld nach Adling bezahlen. Weiter meint der erboste Vater: ,“Entweder muss demselben das barbarische Schlagen verboten, oder der Schulzwang muss abgestellt werden”. Die Beschwerde geht weiter. Es wird allerdings festgestellt, dass es in Adling keine Schule gebe. Der Kläger wird als „unrichtiger Vogl” dargestellt. Hintergrund der Klage dürfte gewesen sein, dass das Kind nach Altenburg zur Schule gehen sollte, viel-leicht wegen des geringeren Schulgeldes, oder dass das „Schulschwänzen“ in Glonn nicht auffalle. Zwei Monate später stellt der Schulinspektor Pfarrer Müller aus Egmating fest, dass der Lehrer von Glonn „zwar einen Riemen, aber ohne einzigen Knopf habe”. Im Übrigen verteidigt er Bäck als guten Lehrer. Aber auch die Eltern sind nicht immer zufrieden mit Bäck.
1814 geht Bäck nach Aying
1811 beklagt sich Bäck beim Landgericht. Wegen des angebauten Schulzimmers würde das Holzgeld von vier Kreuzer je Kind nicht mehr ausreichen und man müsse frieren. Er stellt fest, dass die Schule einen „Setzkasten, Tabellen und so anderes” nötig hätte. Wegen des schlechten Schulbesuches und des ausstehenden Schulgeldes beklagt er sich über die nachlässigen Eltern. Wenn das Schulgeld eingehe, gedenke er Lehrmittel selbst zu kaufen. 1814 verlässt Lehrer Lorenz Bäck Glonn. Er hat rund 300 Gulden Außenstände. Er tritt sie per Protokoll an seinen Nachfolger Roman Hirschböck ab. Bäck, nun 48-jährig, geht an die Schule nach Aying.
Fundamente Glonner Geschichte

von Hans Obermair
erschienen am16.8.2024 im Lokalteil der Ebersberger Zeitung
Es ist davon auszugehen, dass, bevor in Glonn irgendwer einen „Federkiel” in die Hand nahm, schon über Glonn oder die Glonn geschrieben wurde. Denken wir an die Botschaft von 774, die etwas später durch den „Notar” des Bischofs Hitto auf „Per-gament” gebracht wurde. Im Grunde eine Notwendigkeit, denn die Zeugen, die einst in Ausübung ihres Amtes vielleicht an den Ohren gezogen, ,,segneten” allmählich das Zeitliche. Die „Mächtigen” mit ihren Ansprüchen ändern sich mit der Zeit und dann gilt eben nur mehr, was „Schwarz auf Weiß” geschrieben steht.
So wird es auch bei ersten, in Glonn gefertigten Schriftstücken gewesen sein, die wohl der Pfarrherr, vielleicht vor über einem Jahrtausend, pflichtgemäß aufschrieb, um etwas zu sichern oder zu beantragen. Man muss bedenken, dass Schreiben früher auch ein aufwendiges Geschäft war, denn man brauchte ja Feder, Tinte und Papier, das man nicht um die Ecke so erwerben konnte.
Als “reine” Literatur, die viel mit Sprache zu tun hat, sind und waren diese “Verwal-tungspapiere” allerdings nicht einzuordnen. Aber sie sind eine wichtige Basis, für die Glonner Geschichtsschreibung. Und hierzu hat der Glonner Lehrer Johann-B. Dunkes 1840 bis 1868 einen wichtigen Beitrag geleistet. Im Wesentlichen eine Bestandsauf-nahme. Auch Lehrer Hecht hat für die Glonner Geschichte viel festgehalten. Zum ers-ten gedruckten Buch über Glonn brachte es Johann Niedermair, 1909. Sicher auch im Hintergrund das gute Beispiel des Ortsarztes Lebsche. Dieses erste Buch über Glonn wird kein „Renner” gewesen sein, sonst hätte man nicht die Gemeinderäte dazu „ver-donnert”, je 10 Stück zu ordern. 1939 wird dann schon die Nachfrage dafür gesorgt haben, dass mit Hilfe von Wolfgang Koller eine ergänzte und erweiterte Neuauflage zustande kam.
Der Glonner Schneidermeister Hans Wäsler hat als Zeitzeuge ein umfangreiches handschriftliches Werk angelegt. Für Maria Sedlmair, die gebürtige Glonnerin, war es dann eine gute Basis in „Glonn meine Heimat” sozusagen mit dem Wissen von Hans Wäsler von „Haus zu Haus” zu gehen. Schon in den Dreißigerjahren hat Wolfgang Kol-ler in vielen Zeitungsartikeln Glonner Kunst und Geschichte vorgetragen. Mit seiner Broschüre zur 1200-Jahrfeier 1974 hat er dann nicht nur sein historisches Werk über Glonn abgeschlossen. Des Weiteren ist auf eine Artikelserie des in Glonn wohnenden Archivrates Dr. Heinrich Huber hinzuweisen. Auch dank dieser Geschichtspioniere ist das heutige Glonner Geschichtsbewusstsein im Aufwind. Barbara Kreutzer hält als Gemeindearchivarin sozusagen die „Fäden” in der Hand.
Lena Christ – Schwieriges Schicksal
1881, unbemerkt, wurde im Glonner „Hansschusterhaus” der Grundstein gelegt, der einmal den Namen Glonn, weit über seine Grenzen hinaus tragen sollte, und in der Li-teratur zum Begriff werden ließ: Das „ledige Kind” Magdalena Pichler, später Lena Christ, ist hier geboren, bei den Glonner Großeltern aufgewachsen und an ihrem sieb-ten Geburtstag von der Mutter nach München geholt. Vom kleinhäuslerischen Haus-halt der Großeltern hinein in die Großstadt, ins Wirtshaus und die Großstadtschule als ,”Datschen”, größer kann ein Unterschied nicht sein. Reichlich mit Aufgaben bedacht, bleibt das “Lenei” neben den Geschwistern, die “Hinzugestoßene”, so dass nach fünf Jahren München Glonn zum Zufluchtsort wird. Jetzt “des Gscheidal” in der Glonner Schule wird sie sich mehr erlauben. Nach einem Dreivierteljahr wieder bei der “Mingara Muata” ist nichts besser. Auch die Flucht in Religion und Kloster sind nur Episoden. Heirat, drei Kinder und Scheidung treiben sie in die Arme eines Schriftstellers und dann eines Sängers. Der Schriftsteller erkennt ihr Talent zum Schreiben. Stoff gibt es ja genug. In “Erinnerungen einer überflüssigen”, ,”Bauern” und “Unsere Bayern” ,”Lausdirndlgeschichten”, ,”Die Rumplhanni”, ,”Matthias Bichler” und “Madame Bäuerin” kann sie alles verarbeiten und einbauen, was sie erlebt und mitbekommen hat. In der Szene wird sie bekannt, bis hin zum königlichen Frühstück. In ihren Werken hat sie viel “Glonn” eingebaut. Die Glonner “lesen” sie auch und merken, dass vieles als selbst erlebt beschrieben ist, was so nicht stattgefunden hat. Besonders in den “Lausdirndlgeschichten”. Glonner Honoratioren werden “derbleckt”. Das nehmen ihr die Glonner übel. Hinzu kommt immer noch die Hypothek ein “lediges Kind” zu sein. Dann ist sie geschieden, sie hat Bilder gefälscht und ist schon “gesessen”. Auch ihr “Drehbuch” kommt ins Wanken. Fazit: Selbstmord am 30. Juni 1920. In Glonn dauert es drei Jahre, bis es zu einer Gedenktafel kommt. Dann ist es der Glonner Wolfgang Koller, der Lena Christ noch persönlich kannte, der aber auch eine “literarische Ader” hatte, und der sie nach Glonn zurückholt. Zug um Zug, auch durch einen rührigen Kulturverein, wird sie hier wieder entdeckt. Als dann 1981 ein guter Teil “der Rumplhanni”, der Geschichte ihrer Mutter, in Glonn verfilmt wird, machen die Glonner mit, als gehe es um ihre eigene Geschichte. Heute ist sie wieder “eine von uns” und wir sind stolz auf sie.
Hans Ernst – Romane und Theaterstücke
Als weiterer Glonner Schriftsteller gilt Hans Ernst. Wie bei Lena Christ erinnert auch an ihn in Glonn eine Straße. 1904 ist er in München geboren. Auch das Schicksal hat es mit ihm nicht immer gut gemeint. Wenn ihm was in die Wiege gelegt war, dann sein Name: Hans Ernst. Kürzer und prägnanter geht’s für einen Autor nicht. Ansonsten: Armes Elternhaus, durch den frühen Tod der Mutter im Waisenhaus, dann eine böse Stiefmutter. Ein verordneter Landaufenthalt ist ein Glücksfall. Auch die spätere “Karriere” als Bauernknecht. Ein kleines Zubrot: Das Schreiben von Liebesbriefen für weniger Geübte. Erfolgreich!
Und endlich “landet” er in Glonn, nicht nur beim “Bot” mit der im wohl gewogenen “Schwoagarin”, sondern auch beim Trachtenverein und wieder auf der Laienbühne. Dieses “Theataspuin” wird ihm für vier Jahre zum Beruf. Ab 1932 ist er wieder in seinem “geliebten” Glonn und für die “Glonnthaler” auf der Bühne. Wegen seines Talents wird er zum “Kreislaienspielwart” ernannt. In einer Glonner Mansardenwohnung, für die er die Miete auch mit so manchem Buchgeschenk erledigen muss, wird er der Gendarmerie zugeordnet, später auch in Ebersberg. 1939 heiratet er die Kolbermoorerin Helen Kraus. Nach dem Krieg vorübergehend wieder Knecht, kann er dann in Kolbermoor seinen Lebensmittelpunkt aufbauen und kann schreiben. Er hatte ja mit Lena Christ in Glonn ein gutes Vorbild. Dieses Glonn blieb aber auch seine zweite Heimat. In seiner Autobiografie “Die Hand am Pflug”, wohl sein Hauptwerk, ist alles nachzulesen. 110 Romane und vier Theaterstücke hat er hinterlassen, die sich vornehmlich mit Land und Leuten befassen.
Wolfgang Koller – Lehrer und Autor
Wolfgang Koller, 1904 in Glonn geboren, wurde für seine Geschichtsbeiträge schon erwähnt. Der Lehrer, spätere Schulleiter, Seminarleiter sowie Oberschulrat, hatte ein Faible für Menschen und Kultur, besonders auch für die Mundart. Dies ließ er nicht nur in seine Arbeit in Wort und Lied einfließen, sondern auch in seine Mundartwerke, wie dem “Schönauer Krippenspiel” und einer Reihe von Mundartgedichten. Sein be-sonderes Verdienst ist es auch, dass er nicht nur, seine ihm anvertrauten Lehrerinnen und Lehrer für Mundart begeisterte, sondern dass er auch den Stellenwert der Mundart in Ausbildungsplänen und Unterrichtsunterlagen förderte. Auch das ist eine literarische Leistung.
Dass sein Sohn Bernhard, 1934 geboren, zum “ganz anderen” Dichter als der Vater wird, mag mit dem uralten Phänomen der Abnabelung zu tun haben. Jedenfalls hat Bernhard als Dichter seinen Stil und seinen Weg gefunden. Was er dichtet, ist nicht Gereimtes, aus Mundart und Heimatverbundenheit, das heißt, es reimt sich im herkömmlichen Sinn gar nichts mehr, was er zu sagen hat Nur mehr Worte werden aneinander gereiht, die weniger Antworten als Fragen sind. Aber auch die Zeit damals hatte mehr Fragen als Antworten. Und Bernhard Koller wahrscheinlich erst recht. Vielleicht war das auch Drama seines frühen Todes, schon mit 20. 1965 würdigt Carl Amery den Dichter in “Efeu für einen Jüngling”. Ein „dritter” Koller hat sich in Glonn schreibend verewigt. Der älteste Bruder von Wolfgang, Karl, war letzter Generalstabschef der Deutschen Luftwaffe. In “Der letzte Monat” schreibt er seine Geschichte über die letzten Kriegstage.
Die Reihe der in Glonn Schreibenden, ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Auch wenn Vieles sich nicht in Buchform wiederfindet, jede Zeile, egal in welcher Form auch immer erschienen, ist wichtig für die Erinnerungskultur. Es sind “Fundamente” Glonner Geschichte.
Kunst in Glonn – Musik und Gesang
von Hans Obermair
erschienen am 25.6.2025 unter demTitel “Wie Glonn klang und sang” im Lokalteil der Ebersberger Zeitung

Glonner Musikanten um 1949 v.l: Jakob Neuner, Christian Bell, Paul Mennacher, Balthasar Steinecker, Max Neuer, Martin Anderl jun. und sen., Georg Guggenberger. Unter dem Bild vermerkt: “Der Meßner Sepp war von der Gefangenschaft noch nicht daheim. Foto:©Hans Obermair
Wenn man davon ausgehen darf, dass „Musen“ als göttliche und schöpferische Inspirationsquelle sind, dann wurde Glonn überdurchschnittlich von diesen „geküsst“: Sowohl Maler, Schriftsteller und Musiker haben sich hier wohlgefühlt und konnten sich entfalten. Aber auch die Handwerkskunst brachte es hier zur Blüte. Allen ist eines gemeinsam: Durch Bearbeitung und Zusammenfügung einfachster Ideen oder Materialien werden diese einem höheren Zweck zugeführt –eben zur Kunst. Das Wort Kunst kommt von „Können“ und erfährt auf diese Weise seine volle Bestätigung. Warum gerade oder auch in Glonn? Der Glonner Lebensraum ist für Vieles lukrativ. Unsere Pfarrkirche mit seinen Filialen, sowie die Schlösser Zinneberg und Mattenhofen bilden für Künstler eben eine gute „Auftragslage“ und damit ein lebensfähiges Umfeld. Dass Glonn auch über Jahrhunderte Sitz des Dekanats war, hat dies sicher gefördert.
Gehen wir vom Werkzeug aus, so ist das wohl älteste die menschliche Stimme. Und so wird Gesang die älteste Kunst in Glonns sein. Hier gab es zwar kein Kloster, aus dem mittelalterliche Choräle zu hören waren. Aber sicher ist, dass schon 1642 Balthasar Katzmair, seines Zeichens „Cantor und Ludimagister“ in der Glonner Kirche die „Orgel schlug“ und mit seinen Gesängen den Gottesdienst bereicherte. Wenn dann ab 1684 der Glonner Maler Herlemann beim „Chelionarius“ (Fidler) Pachmair für dessen Kinder die Patenschaft übernahm, war das nicht nur im Rahmen einer Künstlerclique , sondern auch eine Ehre für die Familie des Musikers. So auch bei Philipp Arnold, „Geigerlipp“ genannt, der im Schloss Mattenhofen wohnte und für seine sieben Kinder keine geringeren als die “Reiserthalers” als Paten hatte. Scheinbar hat der „Geigerlipp“ dort auch zum Tanz aufgespielt. Immer wieder finden wir in den Glonner Pfarrbüchern den Beruf des Musikers. Sie waren in der Regel nicht in Glonn gebürtig, aber hier „hängen“ geblieben. Einmal hat der Herr Pfarrer 1795 die Tochter des Geigers Holzinger sogar mit “Geigenmelkerfilia” eingetragen. Ob Spott oder Ehre?
Dass der Priester und Komponist Franz Kalter als vormaliger Freisinger Domkapellmeister 1758 Glonns Pfarrei übernahm, mag kein Zufall sein. Vielleicht war Glonns Kirchenmusik über seine Grenzen hinaus bekannt. Kaltner, dessen Werke heute noch, nicht nur in Glonn, aufgeführt werden, hat wahrscheinlich die Größe unserer heutigen Pfarrkirche vorgegeben. Nicht ungewöhnlich, er kam ja aus dem barocken Freising. Wenn sich dann 1822 Orgelbauer Wagner, ein gebürtiger Salzburger, in Glonn sesshaft macht und mit rund 60 Orgeln Kirchen zum Klingen brachte, mag das auch für den Glonner Musikstandort sprechen.
So wie einst in Schloss Mattenofen der „Geigerlipp“ unterhalten wurde und im Gegenzug unterhalten hat, wird auch Schloss Zinneberg keine musikalische “Diaspora” gewesen sein. Wahrscheinlich hielt man sich “Mehrere”, denn wenn man “Fugger”, oder “Arco” heißt und gar mit dem Österreichischen Kaiser verwandt ist, wäre um Beispiel eine „Fidel“ allein doch etwas “unterbesetzt”. Unterlagen aus der Fuggerzeit sind hier zwar (noch) nicht entdeckt. Es ist aber sicher, dass die Arcos freundschaftlich verbunden waren mit dem „Zihermaxl“, dem Vater der „Sisi“. 1844 schenkt Herzog Max seinem Freund gar die „Zinneberger Polka“, wie Hans Huber weiss. Ob dann, wenn diese Polka gelegentlich vom Herrn „Compositeur“ selbst in Zinneberg „aufgespielt“ wurde, sich das „Deandl“, später „Sisi“ genannt, derzeit auf Zinnebergs Wiesen austoben durfte, wäre ein schöne Vorstellung. Vielleicht leisteten sich die neuen Herren auf Zinneberg keine eigene Musi mehr, denn 1859 führte die „Glonner Musi“ den Zinneberger Maskenzug an, 1862 spielen die Glonner Trauerzug und Requiem beim Tod der Mutter des Schlossherren Pallavicini, 42 Gulden war ihm das wert. Und 1872 ist von den Glonnern eine „Theatermusik“ in Zinneberg vermerkt. Und dass man sich bei so manchen Ständchen den „Thaler“ des Schlossherren nicht entgehen ließ, ist logisch. Diese Glonner Musikanten waren allerdings keine “Fremden”. Meister Diemer wohnte ja anfangs in Zinneberg und ließ sich wegen seiner Braut dort nieder.
Ein Glücksfall für die Glonner, aber auch für die Oberbayerische Blasmusik, war die aus Grafing stammende Musikerfamilie Diemer. Anton Diemer heiratet nach Glonn und übernimmt das Amt des Zinneberger Gerichtsdieners, der in Glonn 24 (später Gürteler) “residiert”. Gleichzeitig ist er “Lotterieeinnehmer”. 1842 folgt ihm Bruder Alois als Färbergeselle nach Zinneberg. 1845 heiratet er hier Barbara Schenkelberger, die Tochter des Zinneberger Gärtnermeisters. Diese Familie stammt aus der Rheinpfalz und ist protestantisch sowie mennonitisch. Ein Jahr nach der Hochzeit ist die Braut allerdings schon katholisch, wohl eine Voraussetzung für die Eheschließung. Selbstverständlich spielte dabei die “Diemermusi”. Von den sieben Musikern hatten nur zwei ihren Wohnsitz in Glonn, darunter auch Anton. Erster Glonner Auftritt dieser Formation war am 1. Januar 1844 anlässlich einer Neujahrsmusi. Die Musik kann das junge Paar nicht ernähren. Alois wird Drechslermeister und betreibt den Handel mit Heu. Durch den frühen Tod des Orgelbauers Wagner konnte dessen Anwesen erworben und das neue Haus gebaut werden. Inzwischen waren es acht Kinder: Sieben Buben und Tochter Katharina. Die Söhne hatten beim Vater Musikunterricht. Sohn Alois verstarb 1870 erst 25-jährig. Dass man sich dank der Söhne auch teilen konnte, und wegen der guten Auftragslage des Öfteren auch musste, zeugt vom Bekanntheitsgrad dieser “Musi”. Wenn man beim “Bräu” Liebhart in Aying sowohl die “Grüne”, “Silberne” und “Goldene Hochzeit” zu spielen hatte, weiß man dass die Glonner “die” Musi der der Gegend waren. Wenn sie auch immer wieder in Glonn mitspielten, machten sich einige Söhne “selbstständig”. Und so haben Blaskapellen wie die in Holzkirchen, Bad Aibling, Wildbad-Kreuth und Bad Tölz auch Wurzeln in Glonn. Aber auch die Blaskapelle Stammsried im Bayerischen Wald hat hier Wurzeln. Und wenn Anton Diemer in Wildbad–Kreuth mit den Seinen aufspielte, hören auch die Familie Mann (Thomas) und Hofkapellmeister Rheinberger zu. Letzterer nennt Anton Diemer den besten Bläser Bayerns, den er kenne.
Dass sich die “Buben” selbständig machten, mag der Grund sein, dass die Glonner Tradition auf Schwiegersohn Franz-X. Faßrainer überging. Der gebürtige Ebersberger gehörte schon seit Jahrzehnten zum Glonner “Stamm” und führte die Musi erfolgreich weiter. Gründer Alois Diemer verabschiedete sich nach 54 Glonner Musikerjahren 1899 in die Ewigkeit, also vor 125 Jahren. Nun hieß sie die „Faßrainer-Musi“. Nach weiteren zwei Generationen musste ihr Leiter „Musikmeister und Chorleiter“ Franz-X. Faßrainer in russischer Gefangenschaft 1945 seinen Taktstock niederlegen. Dass nach dem Krieg weiter gespielt wurde versteht sich von selbst. Und so darf die heutige “Glonner Musi” unter Leitung von Albert Singer stolz auf ihre Tradition zurück blicken, nicht nur mit einer noch nie dagewesenen Größe, sondern auch mit einem Repertoire, das jeden Vergleich der letzten 180 Jahre standhält. Mehr über die Geschichte der “Glonner Musi” kann im Internet der Gemeinde Glonn nachgelesen werden.
Auch der Glonner Kirchenchor, die wohl älteste Gemeinschaft des Glonner Musiklebens, ist ein wichtiger Pfeiler unserer Kultur. Schaut man in den Notenbestand, dann traut man es der Gemeinschaft auch zu, dass man nicht nur viele der großen Messen aufführen konnte, sondern auch das volle Mozartrequiem sowie den Messias. Bei einer konzertanten Aufführung der “Cäcilienmesse” waren es gut 100 Mitwirkende, zu einem hohen Anteil aus Glonn. In rund 25 Jahren seines Wirkens konnte der jetzige Organist und Chorleiter Thomas Pfeiffer immer wieder zeigen, zu was Glonner Kirchenchor und Orchester fähig sind. Die jeweiligen Glonner Pfarrer konnten und können stolz auf ihren Kirchenchor sein, den sie ja immer auch nach Möglichkeit gefördert haben.
Als Glonner Männergesangsverein wurde 1906 durch Lehrer Grad der heutige Chor-und Orchesterverein ins Leben gerufen. Wenn er sich auch einmal “Sängeriege des Turnvereins” nannte und auch einmal mit der “Sparte „Salonorchester” aktiv war, ist er heute als gemischter Chor aktiv und damit noch ein wichtiger Teil des Glonner Musiklebens. Hans Peljak ist der Dirigent. Dass es in Glonn auch immer wieder außerhalb der Gemeinschaften musikalische Gruppen gab, versteht sich von selbst. Erinnert sei hier an die “Drei Hansen”. Veranstaltungen wie die „Kaffekranzl“ waren ihre Domäne. Bei alten und neuen “Schlagern” und so manchem “selbstgestrickten” Witz unterhielten sie ihr Publikum.
Wo Musik zu Hause ist, fühlen sich auch die wohl, die Musik aufschreiben. Erinnert sei an den “Diemer Dori”, der für Blasmusik “schrieb”. Die Kirchenmusik erinnert nicht nur an Franz Kaltner (siehe oben), sondern auch an den Glonner Pfarrer Loithaler (bis 1971), der, wenn es der Dienst am Altar erlaubte, selbst “seinen” Kirchenchor dirigierte oder die Orgel spielte. Selbst studierter Musiker und langjähriger hauptamtlicher Chorregent in München, hat er Einiges komponiert, das auch in Glonn immer wieder aufgeführt wurde. Auch Reinhard Grieshaber hat es 1971 nach Glonn verschlagen. Dann auch Kirchenchorleiter und Leiter der Chöre im Chor-und Orchesterverein, hat er uns so manchen “Ohrwurm” hinterlassen. Der wohl berühmteste dieser Zunft war der weltbekannte Komponist Professor Günther Bialas, an den in Glonn eine Straße erinnert. Aus Schlesien stammend und nach dem Krieg nach Glonn “verschlagen”, hat er sich hier schnell wohlgefühlt. Hier gab es ja Musik und natürlich auch Ludwig Mayer, den Neuwirt, den einstigen Militärmusiker und Bürgermeister und ein Mentor des Glonner Musiklebens. Bei dem gab es in diesen schlechten Jahren nicht nur Musik, sondern auch etwas zu Essen. Auch Herrmann Prey, der große Bariton war, wenn er Bialas besuchte, gerne beim „Neuwirt“, diese jahrhundertelange Herberge des Glonner Musiklebens.






